Fundstücke

Vortrag von Eldad Stobezki zum Thema „Hebräische Lyrik“
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lyrik und Musik des Orients“ der Stiftung Ostwestpassagen. Frankfurt am Main 23.Februar 2026

 

Es ist unmöglich, an einem Abend die gesamte Geschichte der hebräischen Dichtung des 20. Jahrhunderts bis heute vorzutragen. Stattdessen möchte ich einen Überblick über die hebräische Lyrik in Israel geben, am Beispiel von Dichterinnen und Dichtern sowie den Gedichten, die ich ausgewählt habe.

Der zentrale Gedanke ist, die hebräische Lyrik nicht als lineare historische Abfolge zu präsentieren, sondern als fortwährende Spannung zwischen vier Achsen – Ort, Stimme, Zeit und Bewusstsein. Die ausgewählten Dichterinnen und Dichter eignen sich dafür hervorragend

  • Die hebräische Lyrik wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast existenziell neu geboren: Die alte, von Religion, Mythos und Geschichte geprägte Sprache, sollte in den alltäglichen Gebrauch zurückkehren und zu einem lebendigen Instrument persönlicher Erfahrung werden. Deshalb bewegt sie sich stets zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Vision und Realität, zwischen kollektivem und sehr persönlichem Ton.
  • Bei Jaʿakow Fichman, in „Am Ufer des Sees Genezareth“, hören wir noch Lyrik, die Ordnung, Harmonie, Ruhe sucht. Der Ort – die Landschaft – ist zentral, und der Dichter lauscht der Welt, die größer ist als er selbst. Einige Jahrzehnte später ist bei Jehuda Amichai derselbe Ort kein Trost mehr, sondern ein Feld moralischer Fragen. In seinem Gedicht „Von dem Ort, an dem wir recht haben“ verzichtet die Lyrik auf eine einzige Wahrheit, auf das absolute Recht. Sie spricht in der Alltagssprache, oft ironisch, und erkennt an, dass Gerechtigkeit, Erinnerung und Schuld miteinander verknüpft sind.
  • Später, bei Rachel Chalfi und Agi Mishol, entfernt sich die Lyrik weiter von großen Erklärungen. Sie wird zart, körperlich, manchmal humorvoll, manchmal sehr scharf. Sie behandelt kleine Details, die einst als „unwichtige Themen“ Bei Tal Nitzan sind wir ganz in der Gegenwart: Lyrik, die in einer zerbrochenen Welt wirkt – Gewalt, Migration, Machtverhältnisse –, aber ohne Parolen. Sie ist präzise, moralisch, schmerzhaft und manchmal unbarmherzig in ihrer Ehrlichkeit.

 

  • Man kann sagen: Die hebräische Lyrik hat sich vom Mythos hin zur Darstellung des Bewusstseins hin bewegt. Sie hat nie aufgehört, sich zu verändern – und fragt immer wieder: Wie lebt man hier? Wie spricht man die Wahrheit? Wie bleibt man menschlich in einer Sprache?

 

  1. Hebräische Lyrik als Akt des Zuhörens am Ort

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wollte die hebräische Lyrik ein Haus bauen – ein Haus für die Sprache, für den Menschen, für das Land.

Man kann mit Jaʿakow Fichman beginnen – mit „Am Ufer des Sees Genezareth“.

Yaakow Fichman (יעקב פיכמן)
1881, Bessarabien – 1958, Israel
Er war ein hebräischer Lyriker, Essayist und Literaturkritiker. Kam 1912 nach Erez Israel. Seine Lyrik ist stark von Naturbildern, Melancholie und romantischer Symbolik geprägt. Fichman spielte eine wichtige Rolle bei der Etablierung der modernen hebräischen Literatur und war zudem als Redakteur und Kritiker einflussreich.

Hier sucht die hebräische Lyrik noch Halt im Ort: in Landschaft, Mythos, fast kosmischer Stille. Der Dichter erscheint wie jemand, der der Welt, die größer ist als er selbst, lauscht. In diesem Moment erneuert sich die hebräische Sprache durch Natur, Bibel und Vision.

 

  1. Vom kollektiven zum persönlichen Ton
    Weiter zu Jehuda Amichai – „Der Ort, an dem wir recht haben“.

Jehuda Amichai (יהודה עמיחי)
1924, Würzburg – 2000, Jerusalem
Er war einer der bedeutendsten israelischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Schrieb in einer scheinbar einfachen, umgangssprachlichen, zugleich hoch verdichteten Sprache über Liebe, Krieg, Religion und Alltag. Seine Gedichte wurden weltweit übersetzt und prägen bis heute das Bild der modernen hebräischen Lyrik.

Bei Amichai ist der Ort nicht mehr nur Landschaft, sondern auch ein moralisches und politisches Feld. Die Stimme ist intim, ironisch und skeptisch. Diese Lyrik erkennt Schmerz, Schuld und die Auflösung einer einzigen Wahrheit an.

Besonders hervorzuheben bei Amichai:

  • Die Alltagssprache
  • Die Bibel, die auf Augenhöhe spricht
  • Der Übergang vom „Wir“ zum verletzten „Ich“

 

  1. Zartheit, Körper, Ränder – Stimmen, die ausgeschlossen waren und nun ins Zentrum treten
    Rachel Chalfi – „Welch ein Zartgefühl“.

Raquel Chalfi (רחל חלפי)
geb. 1945 in Tel Aviv
ist eine israelische Lyrikerin, Prosaautorin und Übersetzerin. Tochter des Dichters Avot Yeshurun. Ihre Gedichte sind oft existenziell, präzise und von feiner Ironie geprägt; sie verbinden Alltagsbeobachtung mit philosophischer Schärfe. Chalfi hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht und gehört zu den eigenständigen Stimmen der israelischen Gegenwartslyrik.

Hier entfernt sich die Lyrik von großen Erklärungen und Parolen. Sie wirkt durch Zerbrechlichkeit, Andeutung und Atem. Es ist eine Lyrik des Körpers, einer weiblichen Perspektive, der kleinen Details.

  • Man kann offen sagen:
    Die späte hebräische Lyrik ist nicht weniger kraftvoll – sie spricht nur leise.
  1. Auflösung von Mythos und existenzieller Humor
    Agi Mishol – „Der Pfau“, „Der Schuppen“.
  • Agi Mishol (אגי משעול)
    1947 in Siebenbürgen/Rumänien
    sie ist eine israelische Lyrikerin, aufgewachsen in Israel. Ihre Gedichte sind sinnlich, körperlich, oft ironisch und zugleich politisch aufmerksam, ohne programmatisch zu sein. Mishol gehört zu den meistgelesenen zeitgenössischen Dichterinnen Israels; ihre Lyrik ist in viele Sprachen übersetzt.

  • Für Agi Mishol ist die hebräische Sprache nun frei, spielerisch und scharf. Keine Ehrfurcht, dafür Ironie, wilder Einfallskraft und zugleich Mitgefühl. Die Hütte ersetzt den Palast, das Tier ersetzt das Symbol.
    Dies ist eine Phase, in der Lyrik keine Ideologie repräsentiert – sondern Bewusstsein.

 

  1. Die Gegenwart: Lyrik in einer zerbrochenen Welt
    Tal Nitzan – „Ein hellblaues Mäppchen“, „In welches Land“.
  • Tal Nitzan (טל ניצן)
    1969 in Jaffa
    sie ist eine israelische Dichterin, Übersetzerin (u. a. aus dem Spanischen) und Literaturwissenschaftlerin. Ihre Lyrik ist politisch klar, sprachlich präzise und thematisiert Gewalt, Macht, Geschlecht und Erinnerung. Nitzan gilt als eine der konsequentesten kritischen Stimmen der jüngeren israelischen Poesie.
    Hier wirkt die Lyrik in einer Realität von Gewalt, Migration, Genderfragen und Krieg – aber ohne Parolen. Sie ist präzise, moralisch, schmerzhaft und manchmal schonungslos in ihrer Ehrlichkeit.

 

  • Abschließend:
    Die zeitgenössische hebräische Lyrik verspricht keine Erlösung. Sie fordert Verantwortung für die Worte.
  • Durch fünf sehr unterschiedliche Dichterinnen und Dichter und ihre Gedichte wird deutlich: Die hebräische Lyrik hat nie aufgehört, sich zu verändern – und sie hat nie aufgehört zu fragen: Wie lebt man hier? Wie spricht man die Wahrheit? Und wie bleibt man menschlich in einer Sprache?

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Fundstücke Literatur:
Drei Romane über ‚Ostwestpassagen‘  in der deutschen Literatur: Wie erleben junge Einwanderer  bzw. Kinder von Einwanderern aus der Türkei, aus dem Iran und aus Bosnien ihren Alltag in Deutschland? Die drei Autoren schreiben bewegende  Romane über Ankunft und Herkunft, Zugehörigkeit und Einsamkeit – sprachgewaltig, hart und melancholisch, berührend, wütend und zärtlich. Spannende Lektüren.  Fiktionale, biografisch inspirierte  Zeugnisse junger Erwachsener aus unserem Land. Sie erzählen  von Schmerz, Kraft und Lebensfreude.

  1. Necati Öziri: ‚Vatermal‘, Ullstein 2023
    2. Behzad Karim Khani: ‚Hund, Wolf, Schakal‘,Hanser Literaturverlag 2022
    3. Sasa Stanisic: ‚Herkunft‘, Luchterhand 2019

Dr. Brigitte Wiemann-Djafari, November 2025:
Anmerkungen zu dem Film ‚A Revolution on Canvas’  - ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2023, der von Sara Nodjoumi und Till Schauder inszeniert und produziert wurde.

 „A Revolution on Canvas“ ist ein Dokumentarfilm, der trotzdem manchmal so spannend wir ein Thriler ist. Er ist einerseits das kritische Familienporträt einer iranischen Familie im amerikanischen Exil, andererseits ein Film über künstlerisches Schaffen und den Umgang mit Kunst  im vorrevolutionären Iran der 1970-ger Jahre, in der Zeit des Volksaufstandes und danach in der  islamischen Republik Iran.

Sara Nodjouni blickt als Tochter von Exilanten auf die Geschichte ihrer Eltern. Es sind die Fragen der 2. Generation iranischer Exilantinnen bezüglich der Ereignisse im Iran selbst und bezüglich der Situation im Exil, die sie beschäftigen.


Der iranisch-stämmige Künstler Nodjouni lebte während der Shah-Zeit als Exilant in den USA und wurde dort erfolgreich. Wie viele damalige Exilanten und im Ausland lebende Iraner ging er während der Revolution 1979 zurück - voller Elan und Ideen, um eine demokratische Neuausrichtung der Gesellschaft zu unterstützen.

Anmerkung zum Volksaufstand von 1979: Die Revolution im Iran wird meistens als Islamische Revolution bezeichnet. In Wirklichkeit hatten sich sehr unterschiedlich orientierte politische Gruppen an dem Volksaufstand beteiligt. Das gemeinsame Ziel war die Beendigung der autokratischen, brutalen Herrschaft des Schahs. Die Islamisten um Chomeini  setzten sich gleich zu Beginn und in den ersten Jahren des iranisch-irakischen Krieges (1980-1988) mit brutaler Gewalt durch. Dabei kamen viele Demokraten und oppositionelle Menschen, die schon in der der Schah-Diktatur inhaftiert oder verfolgt waren, ums Leben. Dies wird teilweise auch im Film ‚Lolita lesen in Teheran‘ thematisiert und ist auch ein Themenstrang des heutigen Films.

Zurück zum Film: Die Einzelausstellung „Report on the Revolution“, die der damals in den Iran zurückgekehrte Künstler Nodjouni 1980 für das neue, renommierte Museum für zeitgenössische Kunst in Teheran vorbereitet hatte, wurde von islamistischen Radikalen verhindert, weil unerwünschte politische und sexuelle Themen angesprochen wurden und auch ein kritischer Blick auf die damalige Situation und ihre führenden Akteure geworfen wurde. Der Künstler floh deshalb Hals über Kopf und ohne seine Bilder schon 1980 aus dem Iran zurück in die USA. Dort durchlebte er eine tiefe persönliche Krise. Die  Bilder der Teheraner Ausstellung blieben verschwunden.

Ich möchte Ihnen ein paar grundlegende Informationen über das Museum für Contemporary Art Teheran geben, weil es in der Geschichte und im Film eine nicht unbedeutende Rolle spielt, und Sie werden dann besser verstehen, dass es für den Künstler Nodjoumi eine besondere Anerkennung war, dass der Museumsdirektor ihm nach seiner Rückkehr in den Iran überhaupt dort die Realisierung einer Einzelausstellung anbot.

Das Museum für Contemporary Art Teheran wurde erst 1977 eröffnet. Farah Diba, die Frau des letzten Schahs, hatte eine hochkarätige, prestigeträchtige Sammlung von Werken moderner Kunst erworben und das Museum unter großer internationaler Beachtung eröffnet.  Es verfügt über einen der größten Bestände westlicher Kunst des 20. Jahrhunderts außerhalb Europas und der Vereinigten Staaten.  Das Teheraner Museum für zeitgenössische Kunst sollte ein Ort sein, an dem zeitgenössische iranische Künstler - insbesondere der 1960ger und 1970-ger Jahre - neben anderen internationalen Künstlern mit ähnlichen Arbeiten präsentiert würden. Man bewahrt dort beispielsweise Werke von Picasso, Vincent van Gogh, Jackson Pollock, Marc Chagall, Miro, Max Ernst - um nur einige zu nennen. Also: Ikonen der westlichen Moderne. Die Sammlung sei – so heißt es in einem Artikei der ZEIT (s.u.) in ihrer Zusammensetzung und ihrer Geschichte einzigartig. Sie wurde während der Revolution geschützt und  auch später nicht zerstört, sondern sorgfältig gepflegt. Das Museum zähle heute zum offiziellen „Nationalen Schatz“  und habe damit einen vergleichbaren nationalen Wert wie die historischen Ruinen von Persepolis (s.u.) . Der Wert der Bilder wird auf ca. 3 Milliarden Euro geschätzt. Die Iraner sind stolz auf ihr Museum.  2025 gab es im Teheraner Museum eine Ausstellung von Bildern Pablo Picassos.  Es müssen also so viele Bilder von Picasso im Museum vorhanden sein, dass man davon eine eigene Ausstellung konzipieren konnte. (Quelle: u.a. DIE ZEIT No 21, 22.Mai 2025, S.8) 

Zurück zum Film: Der Künstler, seine Tochter Sara Nodjoumi und ihr Mann Till Schauder führten eine verdeckte investigative Recherche bezüglich des Verbleibs der mehr als hundert verfemten Bilder der damaligen Ausstellung durch. Einige Bilder wurden sogar mit einem Handy fotografiert und Abzüge davon in Nw York gezeigt. Der Iran behauptete später, dass es diese Ausstellung nie gegeben habe.

Das regieführende Paar befasst sich in ihrem Film auch mit den Auswirkungen der damaligen Ereignisse auf die eigene Familie, auf die Eltern von Sara Nodjouni. Ihr Vater stammte aus der Familie eines Offiziers der iranischen Armee. Ihre Mutter Nahid Hagigat, war die Kommilitonin des Vaters - mit einem jüdisch-iranischen Hintergrund. Die Ehe wurde geschieden. Was bedeutete das Exil für das Elternpaar? Welche Entfaltungsmöglichkeiten hatte der Vaters und welche die Mutter? Wir werden Zeugen von erstaunlich offenen Gesprächen. Die Familienmitglieder werden zu Zeitzeugen. 

Heute sehen Sie den spannenden Film einer Tochter auf der Suche nach ihrer Geschichte, den Geschichten ihrer Eltern im Exil. Es ist auch ein Film über Kunst - über Kunst und ihre vielfältigen Funktionen und Bedeutungen je nach gesellschaftlichen Kontexten.  

Wer ist ein Sufi?

„Einst fragte ein Schüler seinen Sufi-Meister, wer eigentlich ein Sufi sei. Darauf habe dieser geantwortet: “Ein Sufi fragt nicht, wer ein Sufi ist.” Nie war es einfach, den Sufismus zu definieren. Einigkeit darüber, wer die Sufis eigentlich sind, scheint auch unter Experten nicht zu bestehen: Sind die Sufis eine Glaubensgruppe innerhalb des Islam? Oder sind sie als getrennt von den  Muslimen zu sehen? Praktizieren die Sufis den Islam in seinem spirituellen Kern oder haben sie sich vom Regelwerk der Religion abgewandt?“ 

„Wer die islamische Mystik verstehen will, muss zunächst mit einer Reihe von Missverständnissen aufräumen, wie Marian Brehmer in seinem Essay schreibt.“

Von Marian Brehmer

Quelle: Islamische Mystik  : Die Sufis verstehen  | Qantara.de

 

Dschalal ad-Din ar-Rumi,
pers. Mystiker (Todestag 17.12.1273)

Podcast von WDR Zeitzeichen · 17.12.2018 · 14 Min.

"Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur", schreibt vor rund 800 Jahren Dschalal ad-Din ar- Rumi. Er ist einer der bedeutendsten Dichter persischer Sprache und gilt als Mitbegründer der islamischen Mystik. Sein "Orden der Tanzenden Derwische" wird auch in der westlichen Welt berühmt. Autorin: Marfa Heimbach

https://www.ardaudiothek.de/episode/wdr-zeitzeichen/dschalal-ad-din-ar-rumi-pers-mystiker-todestag-17-12-1273/wdr-5/58665588/

Die Lyrikerin Nahid Kabir schrieb 2003 ein Gedicht, das heute eine besondere Aktualität gewinnt.

Das Gedicht trägt den Titel „Genehmigung“

Hier lesen Sie einige Auszüge davon:

„Mein Herr gestatten Sie

Dass ich mein Fenster öffne für die Gunst des Lichts
Und das Auge auf des Lebens Auge hefte

….

Dass ich an einem dieser dreihundertfünfundsechzig Tage ich selbst bin?

Mein Herr gestatten Sie
Dass ich den Traum der Liebe träume
Und dass ich mein Leben den Losungen* anvertraue
Der Küsse und

Des Mutes und

Des Lichts

Mein Herr gestatten Sie?

Gestatten

Gestatten

Gestatten Sie?

Dass ich über alles lache was ist
Dass ich sage Ihr Gesetz ist falsch
Diese Rechtspflege ist ein Betrug?“

Die Übersetzung ist von Kurt Schaf. Das ganze Gedicht im Original und in der deutschen Übersetzung finden Sie unter:

رخصت! (Nâhid Kabiri) (lyrikline.org)

 

 

 

 

Die frühere SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli im Streitgespräch mit Carsten Linnemann (CDU) :

„Wann sprechen wir vom Migrationshintergrund der Neuköllner Feuerwehrleute und Polizisten?“

Quelle: DIE ZEIT vom 12. Januar 2023, Seite 10: „Wer ist Schuld Am Silvester Chaos?“

Für Krimifans
Ein Politthriller über Algerien, Frankreich und Deutschland- unsere verwickelte europäische Geschichte

Martin von Arndt schreibt historische Kriminalromane. Dieser handelt in den 60-ger Jahren des 20. Jh. in Deutschland. Zwei Agenten mit jüdischem Hintergrund jagen Gewaltverbrecher- einen SS-Mann und KZ-Kommandanten und einen untergetauchten Algerier der als Mitglied der Befreiungsarmee an Verbrechen beteiligt gewesen sein soll… 
Der Roman schärft den Blick auf das komplexe Geschehen im Befreiungskampf der Algerier. Es sind Ereignisse, die die algerische Gesellschaft  bis heute prägen. Ebenso  prägt auch  der Umgang Deutschlands mit dem Nationalsozialismus und den Tätern der nationalsozialistischen Verbrechen unsere Gesellschaft bis heute.  Das lange Leiden von traumatisierten Opfern ist ein weiterer Themenstrang des Buches. Die differenzierte Sicht -  besonders auf den Algerienkrieg macht  das Buch neben dem dynamischen Handlungsverlauf zu einer erhellenden und spannenden Lektüre.
 „Wie WIR TÖTEN-WIE WIR STERBEN“,  Martin von Arndt, ars vivendi,
1. Auflage November 2001

64 Jahre später,
CIA enthüllt lang verschwiegene Beteiligung am Militärputsch im Iran

Im August 1953 wurde der demokratisch gewählter Ministerpräsident Irans durch einen Militärputsch gestürzt. Die Geheimdienste der USA und von Großbritanien hatten den Putsch geplant, finanziert und arrangiert. Die Regierungen und die Administerationen beider Länder haben stets über den Putsch und ihre Verwicklung darin geschwiegen. 64 Jahre später gab die CIA einige Dokumente frei:

Siehe
https://www.youtube.com/watch?v=FQiAYlHDJNA

 

Wie Irans  reiche Literatur Ihnen helfen kann, die Proteste von heute besser zu verstehen

Die Proteste von 2022 sind in der politischen Landschaft des Iran nicht neu, und Romane können uns helfen, sie in einen größeren historischen Kontext zu stellen.

Sie könnten Teil der weltweiten Unterstützung für die Proteste gewesen sein, die gerade jetzt im Iran stattfinden. Die Bilder von Protesten, die durch den Tod von Mahsa (Jina) Amini in Gewahrsam ausgelöst wurden, die verhaftet wurde, weil sie ihren Schleier locker getragen hatte, sind beeindruckend und möglicherweise unerwartet für einige.

Es gibt jedoch eine lange Geschichte politischer Bewegungen im Iran, und im Laufe dieser Geschichte haben sich literarisches Schaffen und Politik gegenseitig beeinflusst. Frau Dr. Laetitia Nanquette verweist auf einige persische Romane, um den breiteren Kontext der jüngsten Umwälzungen besser zu verstehen. Neben dem Lesevergnügen können sie Ihnen helfen, die aktuellen Ereignisse zu verstehen.

 

Wenn Sie mehr lesen möchten, dann klicken Sie auf diesen Link:

Quelle:
https://newsroom.unsw.edu.au/news/art-architecture-design/how-irans-rich-literature-can-help-you-better-understand-protests-today

Sufi-Festival in Hamburg

Die Elbphilharmonie veranstaltete vom 25. bis 27. November 2022 ein Sufi-Festival.
 »Sufismus«, jener Ausprägung des Islam, in der Musik und Tanz eine herausragende Rolle spielen.

Nähere Informationen über Sufismus siehe:

https://www.elbphilharmonie.de/de/mediathek/elbphilharmonie-erklart-sufismus/798