In Frankfurt besteht eine lange Tradition bürgerschaftlichen Engagements. Bürger werden initiativ und beteiligen sich an der Gestaltung des kulturellen Lebens der Stadt. In dieser Tradition sieht sich unsere Stiftung.
“Ostwestpassagen” ist eine private und ehrenamtlich geführte Stiftung. Sie leistet Beiträge zum Dialog der Kulturen und konzentriert ihre Arbeit auf einen friedensfördernden Diskurs zwischen Orient und Okzident. Dem Namen der Stiftung folgend werden Veranstaltungen durchgeführt, die vielfältige und vielschichtige Verbindungslinien zwischen den Kulturen aufzeigen und das gegenseitige Verständnis fördern. Die „Ostwestpassagen“ öffnen Zugänge zu teilweise unbekannten Lebenswelten und regen an zum Austausch über unterschiedliche, bisweilen gegensätzliche oder gemeinsame Interpretationen fremder Kulturen. Dabei bemühen sich die Initiatoren um eine differenzierte Wahrnehmung jenseits von Idealisierung und Entwertung.
„Sigmund Freud hat darauf hingewiesen, dass das Eigene des Menschen sich nur über den Zugang zum Fremden in ihm gewinnen lässt. Fremdheit ist nach Freud unvermeidbar, denn wir brauchen das Fremde, um uns selbst zu verstehen.“ *
Die Kulturinitiative Ostwestpassagen hat zu Beginn des Jahres 2015 begonnen und ihre Arbeit 2022 in eine Stiftung überführt. Die Arbeit der Stiftung vollzieht sich stets in Kooperation mit anderen Institutionen und Einzelpersonen.
* Zittiert nach Zirfas, Jörg: Das Fremde in uns. In „der blaue reiter“ – Journal für Philosophie. Ausgabe 39 (1/2016), Seite 6
24.03.2026
EINLADUNG
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Ostwestpassagen,
heute laden wir Sie zum vierten Abend der Reihe „Lyrik und Musik des Orients“ ein.
An diesem Abend liegt der Schwerpunkt auf arabischer Lyrik und Musik mit Herrn Stefan Weidner (Lyrik) und Herrn Hesham Hamra (arabische Laute „Oud“).
Speziell die alte arabische Lyrik wird an diesem Abend im Zentrum stehen. Jedoch werden auch zeitgenössische Gedichte gelesen. Wir hören die Lyrik im arabischen Original und in der deutschen Übertragung. „Als die alte arabische Dichtung in Europa bekannt wurde, galt sie als Wunderlandschaft der Poesie. Goethe und die Romantiker schwärmten von ihr und lernten orientalische Sprachen. Stefan Weidner hat diese Gedichte für die Gegenwart zu neuem Leben erweckt.“(Aufbau Verlag)
Stefan Weidner ist ein deutscher Islamwissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer. Aufgrund seiner Beiträge zur Rezeption arabischer bzw. anderer nahöstlicher Literaturen bezeichnete ihn der Islamwissenschaftler Stefan Wild als „führende[n] Vermittler nahöstlicher Poesie und Prosa ins Deutsche“. Stefan Weidner arbeitet als Autor, Übersetzer, Literaturkritiker. Er hat zahlreiche Lyriker aus dem Arabischen übersetzt, darunter Adonis und Mahmud Darwisch. In seinem Buch „Der arabische Diwan“ befasst er sich mit den schönsten Gedichten aus vorislamischer Zeit.
Hesham Hamra studierte nach seiner Flucht aus Syrien im Jahr 2016 den Bachelor-Studiengang Weltmusik mit dem Schwerpunkt Oud an der Popakademie Mannheim. Durch seinen Vater inspiriert, wollte er schon früh Musiker werden und ließ sich selbst durch den Krieg in seinem Heimatland nicht von diesem Ziel abbringen. Er komponiert Stücke für die Staatsphilharmonie in Ludwigshafen und das Ensemble Colourage, das vor vier Jahren von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sowie der Orientalischen Musikakademie Mannheim (OMM) und der Popakademie Baden-Württemberg gegründet wurde. Es geht um das Zusammenführen von Musik aus Orient und Okzident.
Wann?
Mittwoch, den 22. April 2026 - 19:30 – 21:30 Einlass: 19:00 Uhr
Eintritt: frei
Wo?
Café Mina, Frankfurt, Dreieichstr. 45
Wegen begrenzter Platzkapazität sind Anmeldungen per E-Mail an owp@wiemann-djafari.de erforderlich. Nach der Reihenfolge der Anmeldungen verschicken wir die Bestätigungen.
Zu den einzelnen Veranstaltungen werden wir jeweils einen Monat vorher nähere Informationen ins Netz stellen und Einladungs-
E-Mails an die Adressen aus unserem Verteiler schicken.